Nachhaltige Unternehmen sind gut für den Planeten und den Geldbeutel

Am 22. April ist Tag der Erde. Fast alle Länder feiern seit 1990 gemeinsam unseren blauen Planeten. Ein Tag ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Umweltschutz in Unternehmen: Das klingt teuer, zeitintensiv und hat mit Ihrer Branche eigentlich gar nichts zu tun? Klingt logisch, ist aber ein Trugschluss. Nachhaltiges Handeln zieht Neukunden an, spart Geld und wird sogar gefördert. Wir wissen, warum es sich für jedes Unternehmen lohnt, ein wenig umweltbewusster zu agieren. 

Große Unternehmen wie H&M, BMW, Siemens, Unilever und auch Banken wie BPN setzen auf Nachhaltigkeit, heimsen Preise ein und dokumentieren ihre Umwelt-Erfolge. Konsumenten erwarten diese Art von Corporate Responsibility sogar. Bei einer aktuellen Statista-Studie gab der größte Anteil der Befragten an, dass das Vorhandensein eines Klimaschutz-Siegels bei Unternehmen sehr wichtig oder wichtig sei, nur 9,6 Prozent sagten, ein Siegel sei gar nicht wichtig. Aber lohnt sich umweltbewusstes Handeln auch für kleinere Unternehmen und Dienstleister?

89 Prozent der Kunden legen Wert auf Nachhaltigkeit

Die große Mehrheit der Verbraucher wünscht sich, dass Unternehmen in Zukunft nachhaltiger und umweltgerechter wirtschaften – nämlich 89 Prozent (“Nachhaltigkeit im Fokus” Rothmund Insights, Februar 2021). Eine Studie des LBBW Research fand heraus, dass nachhaltig agierende Unternehmen der Konsum- und Handelsbranche ihre EBIT-Marge steigern.

Kunden bezahlen gern mehr, wenn Nachhaltigkeit gewährleistet wird, zum Beispiel wenn ein Handwerksunternehmen mit erwiesenermaßen grünen Materialien arbeitet. Der Trend, der sich bei den Kunden abzeichnet, setzt sich bei Angestellten fort. Bei einer IUBH Studie von 2020 gaben 56,5 Prozent der Befragten an, dass sie Wert auf einen nachhaltig handelnden Arbeitgeber legen. Junge Menschen legen dabei besonders großen Wert darauf, wie nachhaltig ihr Arbeitgeber ist.

Wie erfahren Kunden von umweltbewussten Maßnahmen? Diverse Siegel helfen Verbrauchern dabei, nachhaltige Produkte und Dienstleister zu finden – von Textilien bis hin zu Urlaubsreisen. Auf der eigenen Webseite und mithilfe von Social Media können Unternehmen berichten, was sie für den Umweltschutz tun.

Soziale Medien eignen sich hervorragend, um die eigene Corporate Responsibility zu thematisieren und online Vertrauen aufzubauen. 

 

Nachhaltigkeit macht sich im Geldbeutel bemerkbar – und zwar positiv

Neukunden zu überzeugen und Bestandskunden fester zu binden ist ein wichtiges Ziel. Es gibt allerdings noch handfestere Gründe, Unternehmen nachhaltiger zu gestalten. Manche Maßnahmen schonen sogar den Geldbeutel. Steckdosen mit Schalter sparen Strom, in nicht genutzten Räumen muss kein Licht brennen. Digitalisierung spart Unmengen Papier und Lagerraum, man braucht weniger Stempel, wenn die Post - soweit möglich - elektronisch versendet wird. Die meisten Rechnungen kann man heute nur digital anfordern. Das papierlose Büro ist das Büro der Zukunft. Fahrräder und Abonnements für den öffentlichen Nahverkehr sind günstiger als ein Dienstwagen und wer seinen Mitarbeitern die Arbeit im Home Office ermöglicht, spart sogar ganz enorm. Meetings mit Kollegen können im Netz stattfinden, um Emissionen, An- und Abreisekosten zu sparen.

Nachhaltigkeit wird gefördert

Die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung hat sich den 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 verschrieben. Dabei geht es nicht ausschließlich um Umweltschutz und Klimapolitik, sondern auch um Gesundheit, Bildung und Geschlechtergleichheit.

Für die ökologische Nachhaltigkeit gibt es besonders handfeste Hilfen, die Unternehmen zustehen, wenn sie sich umweltbewusster aufstellen wollen. Klimazuschüsse der KfW, Hilfen bei Umstellung auf Elektromobilität, Unterstützung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Subventionen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales – die Möglichkeiten sind mannigfaltig. Es lohnt sich also zu überlegen, an welchen Stellschrauben gedreht werden kann. Eine Modernisierung der Arbeitsstätte, eine Überholung des Fuhrparks – im Netz können findige Unternehmer herausfinden, welche Fördergelder ihnen zustehen.

Einige gute Startpunkte sind
Förderung von Unternehmen durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales 
• Dossier "Nachhaltigkeit in der Wirtschaft" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie  
Förderungen der KfW 
Förderprogramme der Deutschen Bundesstiftung Umwelt 
Fördermöglichkeiten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit 

Wer im Förderdschungel den Überblick verliert, kann die kostenfreien Beratungshotlines von KfW oder BAfA in Anspruch nehmen und fragen, welche Förderprogramme sich eignen.

Nachhaltigkeit hilft dem Planeten und dem Geschäft

Ökologische Unternehmensführung ist nicht nur gut für den Planeten und das Gewissen. Wir hinterlassen zukünftigen Generationen eine bessere Welt und können damit auch noch im klassischen unternehmerischen Sinne punkten, Kunden gewinnen und den Umsatz steigern. Siegel weisen potenzielle Kunden darauf hin, wie umweltfreundlich Ihre Firma ist. Aber nicht für jede gute Tat steht das passende Siegel zur Verfügung. Dann lohnt es sich, auf der eigenen Webseite zu erzählen, welche Schritte hin zu einer gesünderen Erde schon von Ihnen gegangen wurden. Auch Kundenbewertungen bieten Platz für Feedback. Bitten Sie Ihre Kunden zum Beispiel, auch Umweltthemen zu bewerten, wenn diese Ihnen am Herzen liegen. So wird Ihr guter Ruf demnächst sogar ein guter, grüner Ruf.

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